Ingar Krauss | FOTO

Ingar Krauss, seit Mitte der neun­zi­ger Jahre aktiv, ist eine Ausnah­me­er­schei­nung im Bereich der zeit­ge­nös­si­schen Foto­gra­fie.

Sa, 04. Juli 2015 um 17:00 Uhr
5.Juli - 9.August
Dienstag-Sonntag 11.00-17.00 Uhr

In der Orangerie der Anhaltischen Gemäldegalerie, Puschkinallee 100, Dessau
Puschkinallee 100, Dessau
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Der Anhal­ti­sche Kunst­ver­ein Dessau lädt Sie und Ihre Freunde am Sonn­abend, den 4. Juli 2015 um 17 Uhr zur Auss­tel­lungs­er­öff­nung in die Oran­ge­rie der Anhal­ti­schen Gemäl­de­ga­le­rie Dessau in der Pusch­kinal­lee 100 ein.

Zu sehen sind eindring­li­che Porträts sowie unge­wöhn­li­che Still­le­ben aus der Garten- und Pflan­zen­welt, die sich zwischen histo­ri­scher Reso­nanz und zeit­ge­nös­si­scher Rele­vanz bewe­gen.

Zur Einfüh­rung spricht Prof. Dr. Kai Uwe Schierz, Direk­tor der Kunst­mu­seen Erfurt.

Bekannt gewor­den ist Ingar Krauss mit eindring­li­chen Porträt­auf­nah­men von Kindern, Jugend­li­chen und Erwach­se­nen, die in seinen konzen­trier­ten Kompo­si­tio­nen über­aus präsent und zugleich entrückt erschei­nen. So verwei­sen Foto­gra­fien von Erntehel­fern in Bran­den­burg oder von Jugend­li­chen in Osteu­ropa auf soziale und kultu­relle Zuge­hö­rig­kei­ten, auf persön­li­che Erfah­run­gen und indi­vi­du­elle Poten­ziale. Zugleich aber umgibt die Bilder immer auch eine melan­cho­li­sche Grund­stim­mung, die die Porträ­tier­ten aus ihren konkre­ten Zeit­be­zü­gen löst und univer­selle Fragen nach der Natur des Menschen aufwirft. Mit diesen Werken knüpft Ingar Krauss an die ausge­klü­gel­ten Bezugs- und Bedeu­tungs­sys­teme von Gegen­stän­den an, die man seit der nieder­län­di­schen Still­le­ben­ma­le­rei des 17. Jahr­hun­derts kennt und deren Tradi­tion er durch Tiefe, Farbig­keit und Konse­quenz der Kompo­si­tion reflek­tiert. Pendelnd zwischen Heiter­keit und Vergäng­lich­keit werden sie durch die Hand des Foto­gra­fen symbo­lisch aufge­la­den. Es sind aufrich­tige und stille Natu­r­ob­jekte, die in den Raum zu wach­sen schei­nen und somit weni­ger in der Tradi­tion des memento mori stehen, als viel­mehr das Leben selbst verkör­pern.

*1965 in Ost-Berlin gebo­ren, lebt in Berlin und Zechin (Bran­den­burg); seit Mitte der neun­zi­ger Jahre Foto­graf (Auto­di­dakt); zahl­rei­che Auss­tel­lungs­be­tei­li­gun­gen: Hayward Gallery London, Musée de l’Elysée Lausanne, Palazzo Vecchio Florenz, ICP New York, C/O Berlin, Kunst­mu­seum DKW Cott­bus u.a.; Einzelaus­stel­lun­gen: Goethe-Insti­tut Paris, Velan Center Turin, Galle­ria Suzy Sham­mah Mailand, Kunst­halle Erfurt u.a.; Stipen­dien des Berli­ner Kultur­se­nats, der Robert Bosch Stif­tung, der VG Bild-Kunst und des Bran­den­bur­gi­schen Kultur­mi­nis­te­ri­ums; Veröf­fent­li­chun­gen bei Hatje Cantz, Thames & Hudson, PowerHouse Books, Mondadori Electa, EXIT Maga­zine u.a.; Werke inter­na­tio­nal vertre­ten in öffent­li­chen und priva­ten Samm­lun­gen