Jans­sen, H., Bobe­tha­nien, # 13, 28.10.90, Feder und Aqua­rell, 26 × 53 cm

Horst goes vir(tu)al | Jans­­sens Bobe­tha­­nien

Do, 20. Juli 2023 um 18:00 Uhr
20.Juli - 2.Sept.
Di-So 10-17.00 Uhr

KUNSTHALLE / Dessau
Ratsgasse, 06844, Dessau-Rosslau
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Als inter­na­ti­o­nal bekann­ter Künst­ler war Horst Jans­sen nicht nur für seine fantas­ti­schen Land­schaft- und Portrait­zeich­nun­gen, die er mit einer spon­tan gezeich­ne­ten Geste anfer­tigte, bekannt sondern auch für seine exzen­tri­sche Persön­lich­keit und inten­sive Lebens­art. In seinen Radie­run­gen Hanno‘­sTod, drei­und­zwan­zig Selbst­bild­nisse zu einem Text von Thomas Mann aus den Budden­brocks, die in der Ausstel­lung zu sehen sein werden, wird diese Inten­si­tät sicht­bar. Nach einem schwe­ren Unfall verlor der begna­dete Zeich­ner zeit­weise das Augen­licht. In der Zeit entstand die Serie Bobe­tha­nien – 100 Land­schaf­ten, die er seiner dama­li­gen Lebens­ge­fähr­tin Heid­run Bobeth widmete und die noch heute zu den Wich­tigs­ten seines gesam­ten OEuvres zählen.Wir zeigen eine Auswahl der Blät­ter der Bobe­tha­nien-Serie von Horst Jans­sen.

Gleich­zei­tig präsen­tie­ren die Studie­ren­den der Hoch­schule Anhalt Dessau Angelicka Barbie; Karo­lin Burk­hardt; Lea Falken­ha­gen; Melissa Hecht; Emilie Mau; Lucas Rettin­ger; Danida Schön­herr; Hoang Son Nguyen; Louis Wahlich in einer Grup­pe­n­ausstel­lung ihre Arbei­ten, die sich mit dem Werk ausein­an­der­ge­setzt haben. Gemein­sam mit Profes­so­rin Katrin Günther und Profes­sor Mathias Jüsche wurden die Aqua­relle, Tusche- und Feder­zeich­nun­gen von Jans­sen, seine Erin­ne­run­gen und Gedan­ken auf Papier, sowie der Duktus seiner Linien unter­sucht, nach­ge­zeich­net und in digi­tale Raum­mo­delle “über­setzt”. Die Studie­ren­den haben eine Reihe von analo­gen und virtu­el­len Zeich­nun­gen erar­bei­tet, die im Dialog mit Jans­sens Bobe­tha­nien gezeigt werden und in der Ausstel­lung mit VR-Bril­len betre­ten werden können. Mit der Dozen­tin Esenija Bannan entwi­ckel­ten die Studie­ren­den das kura­to­ri­sche Konzept, die Kommu­ni­ka­tion, und die Gestal­tung der Ausstel­lung sowie die Broschüre.

Das Projekt ist eine Zusam­me­n­a­r­beit der KUNST­HALLE / Dessau und der Hoch­schule Anhalt.

Unser beson­de­rer Dank gilt Boris Brocks­tedt von der Gale­rie Brocks­tedt/Berlin für die freund­li­che Unter­stüt­zung dieser Ausstel­lung. Unter­stützt wurden die Arbei­ten der Studie­ren­den durch die Hahne­mühle Fine­Art GmbH.