Der Anha­l­ti­­sche Kunst­­­ver­­ein empfiehlt in der Hoch­­­schule Anhalt, im Foyer des Gebäu­­des 15, Jahn­­straße 12, 06846 Dessau bis 30. Juni 2022, Öffnungs­­­zei­ten: Montag bis Frei­­­tag, 8 bis 18 Uhr, die Zeich­­ne­ri­­sche und plas­ti­­sche Doppelausstel­­lung „Gesta­l­ten"

Sowohl gezeich­nete als auch drei­di­men­si­o­nale Arbei­ten zeigen Studie­rende des „Fach­be­reichs Archi­tek­tur, Faci­lity Manage­ment und Geoin­for­ma­tion“. Beson­der­heit: Sie durf­ten bei der Erstel­lung der Objekte keine digi­ta­len Werk­zeuge einset­zen.

Beim räum­li­chen Frei­hand­zeich­nen geht es um die Über­tra­gung der drei­di­men­si­o­na­len Wirk­lich­keit auf ein flächi­ges Medium. Die Schwie­rig­keit liegt dabei in der über­zeu­gen­den Darstel­lung von Tiefen­wir­kung und Plas­ti­zi­tät. Im Rahmen eines zwei­se­mest­ri­gen Work­shops an der Hoch­schule Anhalt, der vom Bild­hauer Prof. Carl Constan­tin Weber betreut wurde, hatten die Studie­ren­den des „Fach­be­reichs Archi­tek­tur, Faci­lity Manage­ment und Geoin­for­ma­tion“ (AFG) die Aufgabe, ihre Umge­bung zeich­ne­risch zu begrei­fen und zu analy­sie­ren. Sie soll­ten kompo­si­to­ri­sche Kennt­nisse und ihr Gefühl für Räum­lich­keit über das Medium der Zeich­nung verfei­nern. Die Ergeb­nisse des Work­shops zeigen licht­starke Studien alltäg­li­cher Gegen­stände, die im Foyer des Gebäu­des 15 am „Insti­tut für Bauge­stal­tung“ bis Ende Juni 2022 ausge­stellt sind.

Zwei Wege, ein Ziel

Neben den Zeich­nun­gen sind in der Ausstel­lung Objekte aus Finn­pappe zu sehen, die eben­falls in einem Work­shop entstan­den. Sowohl beim Model­lie­ren als auch im Zeichen­kurs ging es um die Beschäf­ti­gung mit Raum und Volu­men im Span­nungs­ver­hält­nis zwischen Zwei- und Drei­di­men­si­o­na­li­tät – denn schließ­lich ist das Ausgangs­ma­te­rial auch beim plas­ti­schen Gestal­ten erst einmal so flächig wie das Blatt Papier beim Zeich­nen. Sowohl bei der gestal­te­ri­schen Entwick­lung als auch beim Herstel­lungs­pro­zess der plas­ti­schen Objekte waren die Studie­ren­den ange­hal­ten, auf digi­tale Werk­zeuge zu verzich­ten und sämt­li­che Konstruk­ti­o­nen in Hand­a­r­beit anzu­fer­ti­gen. Alle Erkennt­nisse aus diesem analo­gen Prozess können den Studie­ren­den nun bei ihrer künf­ti­gen entwer­fe­ri­schen Tätig­keit zugute kommen.