Barbara Wege aus dem Zyklus- fremde Welt, Tuschzeichnung auf Bütten, 2010, 78x104cm

Barbara Wege “ Zeichnen und Malen “

Fr, 06. Juli 2018 um 17:00 Uhr
6.Juli - 18.August 2018
Mittwoch-Sonnabend 14-17.00 Uhr

im kunstRaum22
Askanische Straße 22, Dessau
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Der Anhaltische Kunstverein zeigt Barbara Wege

1980 geboren in Halle/Saale. Nach dem Studium der Psychologie an der MLU Halle, 2010 Diplom der Bildende Künste bei Prof. Ulrich Reimkasten, Studienrichtung Malerei/Textile Künste an der Hochschule für Kunst und Design, Burg Giebichenstein. 2013 Arbeitsstipendium der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt.

Zitat: Was ist die fremde Welt? Für den träumenden aber wachen Menschen, als den ich mich sehe, kann die scheinbar vertraute Welt eine fremde Welt sein – irritierend, fantastisch, undurchschaubar. Die fremde Welt ist aber auch das eigene Fremde – für mich eine innere Welt, ein Ort zu dem ich in der Kunst aufbreche: Zufluchtsort, Sehnsuchtsort, Ort der Erinnerung, der Traurigkeit und des Glücks. Malerei und auch Zeichnung zeigen eine Wirklichkeit, die irgendwo zwischen der imaginären Welt, der erinnerten Welt und der Realität liegt. Zentral für meine künstlerische Arbeit ist das Gegensatzpaar Natur/Kultur. Die unbezähmbare, unkontrolliert gewachsene Natur versus der von Menschen geschaffenen Räume, Dinge und Mythen, um in einer feindlichen Welt zu überleben. In Zeichnungen und Malerei entstehen Landschaften im weitesten Sinne – als Orte der natürlich Gewachsenen und gleichzeitig vom Menschen geformten Natur. Während sich großformatige Zeichnungen wie die Serie „Waldzyklus“ mit Wachstumsprozessen beschäftigen, arbeite ich in der Malerei an einer Wirklichkeit, die eigene Erinnerungen, Imagination und gegenwärtige Erfahrung vereint.

Mit den Bildern von Wege werden wir sechs Bilder von Carl Wilhelm Kolbe (Berlin 1757 bis 1835 Dessau)zeigen. Wie bei Barbara Wege geht es auch beim sogenannten „Eichen-Kolbe“ um phantastische, von unbekannten Wesen belebte, surreal anmutende Orte. Besonders seine „Kräuterblätter“, 28 radierte Ansichten mit in den Dessauer Auen erlebter Sumpfvegetation, gehen durch ihre außergewöhnliche Perspektive und ihre skurrilen Formen weit über die gesehene Wirklichkeit hinaus, und tragen somit starke Gefühle nach außen.

Barbara Wege lebt und arbeitet freiberuflich in Halle/Saale.

Die Künstlerin ist anwesend.