Empfeh­­lung: Auss­tel­­lung unse­res Mitglie­­des Katrin Zick­­ler „Sehn­­sucht“ Male­rei und Plas­tik in der Kunst­halle Bern­­burg 6.Juni. – 10.1Okto­­ber 2021

Der Anhal­ti­sche Kunst­ver­ein empfiehlt die Auss­tel­lung seines Mitglie­des Katrin Zick­ler in der Kunst­halle Bern­burg.

Kunst­halle Bern­burg Schlosstr.11 vom 6. Juni bis zum 10. Okto­ber Sa. – So. und Feier­tage 11 –17 Uhr

In der Kunst­halle Bern­burg, ein beson­de­rer, fast geheim­nis­voll schrun­di­ger Ort wird nach langer Absti­nenz endlich wieder Kunst gezeigt. Die in Dessau lebende und arbei­tende Male­rin Katrin Zick­ler zeigt Ihre neuen Arbei­ten in der Kunst­halle Bern­burg. Katrin Zick­ler Mitglied im BBK Sach­sen Anhalt, sie hat Förde­run­gen und Stipen­dien der Kunst­stif­tung S/A und des Landes S/A erhal­ten. In Dessau hat sie in der alten Braue­rei ein eige­nes Atelier. Sie hat einen Lehr­auf­trag an der Hoch­schule-Anhalt in Dessau und sie ist im Vorstand des Anhal­ti­schen Kunst­ver­eins Dessau aktiv tätig und kura­tiert Auss­tel­lun­gen.

In der Kunst­halle Bern­burg zeigt sie sehr unter­schied­li­che künst­le­ri­sche Posi­tio­nen. Die neus­ten male­ri­schen Arbei­ten, die vor und in der Zeit der Pande­mie entstan­den sind, ermög­lich­ten Katrin Zick­ler eine sehr inten­sive und produk­tive künst­le­ri­sche Ausein­an­der­set­zung mit verschie­de­nen Tech­ni­ken, im Bereich der lyri­schen Abstrak­tion, aber auch bei den zum Teil groß­for­ma­ti­gen realis­ti­schen Zeich­nun­gen. Dabei spielt sie mit sehr verschie­de­nen Tech­ni­ken. Zum einen sind es reine Farb­stift-Zeich­nun­gen, die aber foto­rea­lis­tisch durch­ge­ar­bei­tet sind. Ihre ande­ren Arbei­ten, in Acryl auf Lein­wand, zeigen abstrakte Kompo­si­tio­nen im Wech­sel der Farb­flä­chen, die durch grafi­sche Elemente gebro­chen werden. Die Arbei­ten mit Ölfar­ben, oft auch in Kombi­na­tion mit Tempera, um noch mehr Tiefe in die Fläche zu bekom­men, zeigen ihre Themen: immer wieder Stim­mun­gen, Haltun­gen und Verlet­zun­gen. Ihre Wachs­kratz­tech­ni­ken zeigen sensi­ble Farb­schich­ten, die eine wie zufäl­lige Leich­tig­keit entwi­ckeln.

Bei Ihren plas­ti­sche Arbei­ten aus der Reihe „Keine Helden“, die durch die Landes­i­ni­tia­tive – Kultur ans Netz geför­dert wurden, begeg­net man den leisen und unschein­ba­ren Perso­nen, denen, die nicht an vorders­ter Stelle der Gesell­schaft stehen und die ihren Platz viel­leicht nie finden werden. Diese Plas­ti­ken erar­bei­tet Katrin Zick­ler in einer Misch­tech­nik mit Draht­ge­flecht, Papp­ma­che, Leim und Spach­tel­masse, die im Anschluß bemalt werden. Das ist durch die langen Trock­nungs­zei­ten ein sehr lang­wie­ri­ger Prozess. Dabei über­ar­bei­tet sie immer wieder die Haltun­gen und den Ausdruck ihrer Figu­ren. So entwi­ckeln sie sich aus dem Prozess des Arbei­tens heraus und sind dann erst fertig.

Sie zeigt graphi­sche Arbei­ten aus der Reihe Mikro­sko­pi­sche Land­schaf­ten, die durch ein Arbeitss­ti­pen­dium der Kunst­stif­tung Sach­sen Anhalt geför­dert wurden. Arbei­ten in denen sie Struk­tu­ren und kleinste Orga­nis­men unter dem Mikro­skop beob­ach­tet hat. Daraus entstan­den, mit zeich­ne­ri­schen Mitteln minu­ti­öse gegen­ständ­li­che Natur­stu­dien, größere, über­ra­schende neue Welten.

Dabei sind ihre Arbei­ten nie vorder­grün­dig laut, sie Schreien nicht. Sie kommen schein­bar leicht­fü­ßig daher, aber bei einem zwei­ten Blick, sind sie eher beob­ach­tend, nach­füh­lend, eindring­lich, berüh­rend und durch­aus auch schmerz­haft. Sie sucht nicht den Ton, sie fühlt den Klang, das Wesen, die Aura im Raum. Der leise Morgen, der Duft der Geruch von Farben und dann ein Bruch, die Schwin­gun­gen der Töne, dass ist ihr Suchen. Nicht das Sehen, sondern die Atmo­sphäre, macht sie sicht­bar. Und das ist die große Gemein­sam­keit ihrer Arbei­ten.

Katrin Zick­ler 1966 in Jena gebo­ren. Lehre für Keram­tech­nik in Weimar. Studium an der Fach­schule für ange­wandte Kunst in Heili­gen­damm. Arbeit an der Stif­tung Bauhaus Dessau. Arbeits – und Aufent­haltss­ti­pen­dium der Kunst­stif­tung Sach­sen Anhalt. Auss­tel­lun­gen u.a. Dessau, Braun­schweig, Bremen, Weimar, Esslin­gen, Witten­berg. Halle, Berlin, Klagen­furt. Lebt und arbei­tet frei­schaf­fend in Dessau.

Kontakt: wier­mann@mu­se­um­schloss­bern­burg.de und Katrin Zick­ler lein­wan­d@­ka­trin-zick­ler.de / 0177 7998940