Berndt Wilde – „Skulpturen/Zeichnungen”

Sa, 05. März 2016 um 17:00 Uhr
6.März - 24.April 2016
Dienstag-Sonntag 11-18.00 Uhr

Orangerie der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau, Puschkinallee 100
Puschkinallee 100, Dessau
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Liebe Kunstinteressierte, die sehr erfolgreiche Ausstellung des Bildhauers Berndt Wilde endet aus organisatorischen Gründen leider schon am 24.April 2016 um 18.00 Uhr.

Zum Ende der Ausstellung am Sonnabend und am Sonntag können sie die Ausstellung eintrittsfrei besuchen!

Mit über 100 Arbeiten, Skulpturen und Zeichnungen, zeigt der Anhaltische Kunstverein Dessau in der Orangerie der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau eine umfassende Schau des Berliner Bildhauers Berndt Wilde (* Dessau 1946 ).

Berndt Wilde, Jahrgang 1946, gehört seit längerem zu den bekanntesten deutschen Bildhauern, die ausgehend von der menschlichen Figur deren Verwandlung in eine statuarische Zeichenhaftigkeit anstreben und einer körperlich seelischen Empfindungskraft in plastisch gestraffter Form Ausdruck verliehen haben.

Berndt Wilde hat in Dresden studiert, war Meisterschüler bei Werner Stötzer an der Akademie der Künste und lehrte an der Kunsthochschule in Berlin- Weißensee. Erstmals werden in Dessau auch frühe Arbeiten von Wilde gezeigt.

Die Steinskulpturen, aber auch die kernhaft aufgebauten Bronzen, die jeweils typisch für Wildes bildhauerisches Schaffen sind, werden von ihm in gewisser Weise transparent gehalten, verlieren partiell ihre Schwere und erscheinen als Raum-Körper Gefäße, die auf ein inneres Volumen, auf eine innere Raumhaftigkeit abheben. Natürlich bleibt die Passivität und blockhafte Gebundenheit dominant, aber sie ist durch eine segmenthafte Aufgliederung, durch ihre zusammengesetzt erscheinende Form zugleich dem Zustand des Lastens bis zu einem gewissen Grade enthoben. Es entsteht die Wirkung von kubisch gebrochenen Umwandungen, die einen potentiellen inneren Raum begrenzen, ihn abschirmen und die letztlich den Eindruck einer von innen her gespannten tektonischen Formation erreichen. Diese m.E. für Berndt Wilde spezifische Gestaltungsform, in der auch das zeichnerische Aufreißen und Aufspalten eine gewichtige Rolle spielt, wird hier an überzeugenden Beispielen vorgetragen.

Dr. Fritz Jacobi Nationalgalerie Berlin 1996 Bertolt Brecht Haus Weißensee

Die Einführung wird Ulrich Kavka, Kunstwissenschaftler, Berlin halten.